"They never come back"

LIQUI MOLY-Geschäftsführer Ernst Prost über die Anforderungen des kommenden Aufschwungs

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

herzlich willkommen in KW 19. Nach dem langen Wochenende wünsche ich Ihnen jetzt eine erholsame Arbeitswoche :-)

Eine Binsenweisheit aus dem Box-Sport, die übrigens mehrfach widerlegt wurde, heißt: „They never come back“. – Muss uns nicht interessieren, weil WIR nie fort waren.... Keine Entlassungen, keine Kurzarbeit, keine „Dienst-nach-Vorschrift“-Mentalität, kein Runterfahren, kein Anrufbeantworter als alleiniger Ansprechpartner für die Kunden, kein Stillstand, kein faul sein unter dem Corona Deckmäntelchen, kein Zurückweichen, kein Aufgeben, kein Ergeben, kein Jammern und keine ruhige Kugel schieben!!! Wer nicht rastet, der nicht rostet... stimmt. Sinnvolle Arbeit schützt vor Apathie und Phlegma. Stimmt erst recht! Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Damit sind wir auch schon bei uns....

Ich freue mich schon wie ein kleines Kind auf Weihnachten, wenn demnächst die Kiste wieder hochgefahren wird. Nach all dem Runterfahren und Zusperren kommt jetzt die Phase des Nachholens und Aufholens. Für mich stellt sich nicht so sehr die Frage, wann dies sein wird, sondern ob wir dafür auch bestens gerüstet sind. Haben wir genügend Ware auf Lager? Passen unsere Systeme noch auf die veränderten Strukturen in dieser Welt? Sind wir gerüstet für den Ansturm, den ich erwarte? Sind wir nach wie vor fit und agil? Ich möchte jetzt nicht den mühsam herausgekämpften Vorsprung vor unserer Konkurrenz aufgeben, weil wir vielleicht doch etwas schläfrig und eingelullt wurden oder gar Angst vor der eigenen Courage bekommen haben.

Ich kann es nicht verstehen, wenn manch einer glaubt, es geht nichts mehr. Da gibt es zurzeit ja viele negative Beispiele für Schlafwagen–Krisenmanagement in allen möglichen Branchen. Die Krise findet bei manchen Unternehmen zwar statt, aber nur während der normalen Bürozeiten von Montag bis Freitag, 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Feierabend und Wochenende sind und bleiben für einige Zeitgenossen auch jetzt das Maß aller Dinge und nahezu heilig. Ja Herrschaften, mit geregeltem Feierabend und erholsamen Wochenenden ab Freitagmittag kriegen wir diese Krise definitiv nicht in den Griff.... Uns steht weder die Opferrolle noch Jammern auf höchstem Niveau gut zu Gesicht. Wir sind Kämpfer – und wir sind Arbeiter, Denker und Macher. Ich möchte, dass WIR ein Beispiel sind für Optimismus, Zuversicht, Kampfgeist, aber auch für exzellente Vorbereitung im Rahmen unseres Krisenmanagements für die Zeit danach.... Ich sage es Ihnen:

Noch nie war die Zeit günstiger für uns, zusätzliche Marktanteile zu erobern, als jetzt. Sie erinnern sich: Nur deshalb, weil wir vor zwölf Jahren in der letzten Krise genauso vorgegangen sind wie auch jetzt wieder, wurden wir Marktführer in Deutschland. Diesen Vorsprung, den wir uns inmitten der Finanz-Krise erarbeitet hatten, hat keiner unserer Wettbewerber jemals mehr aufholen können. Mit unserer Erfahrung und dieser Blaupause gehen wir jetzt auch an möglichst viele andere Länder ran. Bitte fahren Sie mir keine Kapazitäten runter, sondern lieber hoch. Weiter produzieren und Lager aufbauen!

Wir kommunizieren unermüdlich mit der ganzen Welt, gleichzeitig verbessern wir unsere Service-Angebote für Werkstätten, Händler und Autofahrer. Es ist ja nicht nur Werbung, was wir zurzeit exzessiv betreiben. Unser ganzes Leistungsspektrum, mit dem wir unseren Kunden dienen, wird immer noch umfassender, präziser und kundenorientierter. Nicht nur mehr Produkte, sondern immer passendere Produkte plus Service-Hotlines, Schulungsangebote, Informationspakete und natürlich auch unsere Hilfsprogramme für unsere Partner und Geschäftsfreunde – all dies wird helfen, mit einer hohen Geschwindigkeit aus den Startlöchern zu kommen bevor unsere Konkurrenten überhaupt an den Start gehen.

Bitte bleiben Sie nach wie vor ganz eng mit unseren Kunden in der typischen Liqui Moly-Beziehung verbunden: Professionell-geschäftlich und zugleich menschlich-hilfreich. Und nicht vergessen: Krisen bekämpft man nicht mit Kurzarbeit, sondern nur mit mehr Arbeit!!!

Ganz lieben Dank dafür!

Ihr

Ernst Prost