Riesen-Sensation im DFB-Pokal

Der von LIQUI MOLY gesponserte SSV Ulm 1846 Fußball e.V. schlägt Titelverteidiger Eintracht Frankfurt mit 2:1 und steht in der zweiten Runde

So sehen echte Sieger (und Krieger) aus: Michael Schindele mit Verband nach seiner Kopfverletzung im Spiel gegen Frankfurt.
Aufopferungsvoll erkämpften sich die Ulmer Spatzen den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals.

Was für ein Wahnsinn! Und das LIQUI MOLY-Logo mittendrin: Wir sponserten das Team auf dem Trikot, das nun ebenso in die Vereinsgeschichte eingehen wird.

In allen Belangen war das Spiel eine klassische David gegen Goliath-Partie. Die Hessen kamen als amtierender DFB-Pokalsieger an die Donau und brachten eine ganze Menge an internationaler Erfahrung mit. Doch die grandiose Fankulisse der Ulmer und die Vorfreude erwiesen sich als sehr hilfreicher Zusatzantrieb.

Über die gesamte Spielzeit waren die Spatzen mit der Eintracht ebenbürdig und hätten bereits nach zwei Minuten in Führung gehen können.

Der Schuss von Lennart Stoll traf aber nur die Latte. Frankfurt zwar mit mehr Ballbesitz, der SSV setzte aber immer wieder gefährliche Nadelstiche.

Vor rund 18.500 Zuschauern im ausverkauften Donaustadion wurden die Spatzen-Spieler von der hervorragenden Stimmung immer weiter angetrieben und merkten: Hier und heute geht was!

Gleich doppeltes Pech gab es hingegen auf anderen Seite: Zunächst zählte der vermeintliche Ausgleich von Haller wegen einer Abseitsposition nicht (60.), dann rettete erneut das Aluminium für den Viertligisten: Dieses Mal scheiterte Torro mit einem Kopfball am Pfosten. Kurz nach der Halbzeit war es dann Steffen Kienle, der am schnellsten schaltete und einen Abstauber im Frankfurter Tor unterbrachte.

Auch in der Folge waren die Ulmer mindestens gleichwertig und legten in der 75. Minute nach. Vitalij Lux machte sich nach Pass von Luigi Campagna auf in Richtung Frankfurter Tor und schob den Ball am Eintracht Keeper vorbei zum 2:0. Frankfurt konnte in der letzten Minute nur noch den Anschlusstreffer schaffen und nach Abpfiff kannte der Jubel im Donaustadion keine Grenzen. Die mediale Resonanz war dementsprechend riesig. 

„Wir hatten auch das nötige Quäntchen Glück“, sagte kapitän Florian Krebs in der Analyse im ZDF-Sportstudio über die Aluminium-Treffer der Eintracht. Mit einem Grinsen konstatierte er, dass er die genaue Anzahl gar nicht wisse. 

„Der Verein hat in den vergangenen Jahren wieder professionelle Strukturen geschaffen“, erklärte er. Das Ziel des Klubs sei es, mittelfristig wieder in den Profifußball zurückzukehren.

Wir sind stolz auf diese grandiose Mannschaftsleistung und wünschen dem SSV Ulm Fußball e.V. auch für die nächste Runde und die weitere Regionalliga-Saison viel Erfolg!

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Kapitän Florian Krebs im ZDF-Sportstudio