„Corona anstatt Kicker“

„Wir sind eine starke, widerstandsfähige, verantwortungsvolle und fleißige Gemeinschaft". Geschäftsführer Ernst Prost gibt Zuversicht & Hoffnung

Mahlzeit liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

noch vor wenigen Wochen haben mir Arbeitsplatz-Spezialisten empfohlen neben die Kaffeemaschine auch noch einen Kicker zu stellen. Wegen der Attraktivität des Arbeitsplatzes. Wer hätte gedacht, dass es einmal attraktiv sein wird überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben, noch dazu einen sicheren? Das Klopapier zu hart? Jetzt sind wir froh wenn wir überhaupt noch eines bekommen. 

Ich versuche angestrengt an dieser Krise etwas Positives zu entdecken. Das gibt es definitiv. Wir Menschen rücken wieder enger zusammen, wir helfen uns und wir begegnen uns mit Respekt. Und wir sehen in Anbetracht einer globalen Katastrophe und einer drohenden Weltwirtschaftskrise, dass die Arbeit kein lästiges Übel ist, sondern die Voraussetzung für Wohlstand, Sicherheit und auch Gesundheit. Anstatt der Frage, was die Firma sonst noch alles tun kann um Arbeitsplätze attraktiv zu machen, wird in den letzten zwei Wochen mehr und mehr die Frage gestellt: “Was kann ich tun, wie kann ich helfen um die Firma vor dem Absaufen zu retten und um damit auch meinen eigenen Arbeitsplatz zu retten?“. 

Ich bin der Meinung, dass wir sowohl die gesundheitlichen als auch die wirtschaftlichen Probleme dieser Krise in den Griff kriegen können. Wir sind keine Mediziner und von Krankheiten haben wir keine Ahnung. Aber von Menschen und Märkten verstehen wir etwas. Und wie man Niederlagen abwehrt und trotz aller Schwierigkeiten erfolgreich bleibt. Indem erst einmal die ganze Mannschaft zusammenhält und kämpft. Indem alle kräftig rudern, anstatt schon mal vorsichtshalber in die Rettungsboote zu hüpfen oder zuzuschauen, was die anderen oder auch der Staat jetzt so alles machen. 

Zumindest wir bei der Liqui Moly / Meguin können uns selbst retten. Wir sind in der gesegneten Lage, dass uns niemand die Firma zusperrt oder wir – wie so viele bedauernswerte Menschen und Firmen – von eine Ausgangssperre betroffen sind. Ich sag’s mal deutlich: Wenn wir uns jetzt und in den nächsten Monaten den Arsch aufreißen, füreinander einstehen und miteinander kämpfen, haben wir eine Chance dass wir weder arbeitslos werden, unseren Wohlstand verlieren, unser Erspartes futsch ist und unsere Altersvorsorge sowieso. Genau dies droht nämlich. Nicht nur uns, nicht nur der deutschen Wirtschaft, sondern der ganzen Weltgemeinschaft. Wer jetzt nicht anfängt zu kämpfen, der macht sich an dieser Entwicklung mitschuldig. 

Deshalb bitte ich Sie nochmals sehr sehr herzlich und nicht minder eindringlich: Geben Sie ihr Bestes, bringen Sie Höchstleistung, gehen Sie die Extra Meile. Sie tun es nicht für mich, Sie tun es für sich selbst, Ihre Kolleginnen und Kollegen und schlussendlich auch für Ihre Mitmenschen. Ich möchte keine Kurzarbeit anmelden um Kurzarbeitergeld zu kassieren. Wir sind in der glücklichen Lage immer noch Arbeit zu haben und dieses sinnvolle Instrument des Staates um Arbeitslosigkeit zu vermeiden, nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Das soll auch so bleiben! 

Wir sind eine starke, widerstandsfähige, verantwortungsvolle und fleißige Gemeinschaft. Es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn wir gemeinsam nicht auch diese Krise überstehen würden. Ich wünsche Ihnen frohes Schaffen, gute Ideen, viel Erfolg und natürlich eine robuste Gesundheit.

Beste Grüße / Best regards
  
Ernst Prost