Am vergangenen Wochenende wurde Frank Kechele auf dem Nürburgring nach Platz 2 im Qualifying auch in den beiden Rennen Zweiter. Damit konnte er seine Tabellenführung weiterhin behaupten.
Am Freitag standen zwei freie Trainings auf dem Programm: Das erste schon morgens um halb neun, das zweite erst um halb drei. Nachdem Kechele nach dem ersten Training noch auf Platz 2 lag, konnte er sich im zweiten Training auf Platz 1 verbessern, was auf ein gutes Ergebnis im Qualifying hoffen lies.
Samstag Morgen war es soweit. Bei optimalen Wetterbedingungen lag Kechele nach dem ersten Zeittraining auf Platz 2. „Ich konnte meine Reifen nicht richtig ausnutzen, da ich die Reifen nicht warm genug brachte. Als die Reifen heiß genug waren, hatten sie das optimale Griplevel schon wieder verlassen und so fehlten mir 5 hundertstel Sekunden zu P1“, erklärte der junge Fahrer, weshalb es nicht zur Pole gereicht hatte.
Im zweiten Zeittraining lief er wieder auf Position 2 ein. Diesmal hatte das Team ein bisschen mehr Luft in die Reifen getan, um sie besser nutzen zu können. Allerdings unterlief KEchele in seiner schnellsten Runde ein kleiner Fehler, weshalb er die Pole erneut verfehlte. Diesmal sogar nur um drei hundertstel Sekunden.
Bei strahlend blauen Himmel ging es am Samstagnachmittag in den ersten Lauf. Am Start kam Kechele zwar gut weg, kam aber nicht am Erstplatzierten vorbei. Bereits in der ersten Runde setzte er den Führenden unter Druck. Das hatte zur Folge, dass er einer Kurve von der Ideallinie abkam und Dreck auf die Pneus bekam. Bis die Reifen wieder sauber gefahren waren, hatte der Erste schon einen großen Vorsprung herausgefahren. Zwar konnte sich Kechele noch bis auf 1,1 Sekunden heranarbeiten und auch die schnellste Runde verbuchen, doch zum Sieg reichte es nicht mehr.
Am Sonntag ging es wieder von Platz 2 los. Unterstützt von vielen Bekannten und Freunden, die alle angereist waren, legte Kechele diesmal einen super Start hin. Doch der Führende blockierte clever die Innenseite. Von hinten raste ein Dritter heran, der sich klar verbremst hatte. Um einer Kollision zu entgehen entschied sich Kechele für die Außenseite und konnte sich so nur auf Position 2 einordnen. Im weiteren Verlauf des Rennens setzte Kechele den vor ihm Fahrenden zwar ständig unter Druck, doch ohne einen Fehler des Konkurrenten war es unmöglich zu überholen. Auch in diesem Lauf legte er wieder die schnellste Runde hin, aber es reichte wieder nicht zum Sieg. In der Tabelle liegt Kechele weiterhin auf Position 1.
In eineinhalb Wochen geht es nach England. Die Strecke in Donington gilt als sehr rutschig. Deshalb wird es mit Sicherheit einer der schwierigsten Europameisterschaftsläufe werden.