Baden-Württembergs Arbeitsministerin Dr. Monika Stolz ist beim Besuch der LIQUI MOLY-Zentrale von der Firmenphilosophie beeindruckt
Ulm, 23. Oktober 2007 – Hohen Besuch empfing der Additiv-Spezialist LIQUI MOLY am Montag im Ulmer Firmensitz: Dr. Monika Stolz, Arbeits- und Sozialministerin von Baden-Württemberg. Vor Ort machte sie sich ein Bild von dem erst kürzlich für sein sozial-marktwirtschaftliches Engagement ausgezeichneten Unternehmen. Von der dortigen Firmenkultur zeigte sich Stolz sehr beeindruckt.
Während der gesamten Führung durch die Produktion, das Lager, das Labor und die Hauptverwaltung sprach Ernst Prost, der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, nicht von Mitarbeitern, sondern von Mitunternehmern. Ein Begriff, an dem Stolz großen Gefallen fand: „Ich empfinde es als eine gute Einstellung und eine passende Firmenphilosophie, wenn von Mitunternehmern die Rede ist. Es vermittelt, dass alle an einem Strang ziehen. Das beeindruckt und überzeugt mich.“
Firmenkultur mit Strahlkraft
Prost, der am liebsten sämtliche Hierarchiestufen abschaffen würde, weiß um die Vorteile dieses Führungsstils: „Krankenstand und Fluktuation sind bei uns verschwindend gering, weil die Menschen hier gerne zur Arbeit gehen. Und das fördert die Kreativität.“ Schließlich lebe eine Firma von außergewöhnlichen Ideen und von Selbstverantwortung. „Sei Unternehmer im Unternehmen, sage ich meinen Leuten. Dann muss ich als Chef nur noch schauen, wer was braucht und wo ich helfen kann.“ Eine gesunde Firmenkultur habe eine positive Strahlkraft. Dann kämen neue Kräfte von selbst. Das bestätigten auch die Lehrlinge, mit denen sich die Ministerin ausführlich unterhielt. Ihr liege das Schaffen von Arbeits- und Ausbildungsplätzen nicht nur ihres Postens wegen sehr am Herzen.
Gallisches Dorf der Schmierstoffbranche
Eben dieses Miteinander sei ein Faktor, weshalb es der Mittelständler – quasi das gallische Dorf der Schmierstoffbranche – mit Öl-Riesen wie Esso, Shell oder BP aufnehmen könne. „Alle finden hier mehr als eine berufliche Perspektive. Sie finden auch eine menschliche Heimat“, unterstrich Prost. „Und diese Menschlichkeit ist ein Schlüssel zum Erfolg.“ Deshalb blickt der „Dienstleister mit Herz und Seele“ optimistisch in die Zukunft, so der Geschäftsführer: „Wir haben Aufgaben, die wir lösen werden.
Wir schaffen fleißig und reden nicht viel. Das bringt uns den Erfolg.“ Stets für den Kunden da zu sein und eine ausgeprägte Servicementalität, schilderte Prost der Ministerin als weitere Pluspunkte gegenüber der Konkurrenz.
Ein herausragendes Beispiel für den Mittelstand des Landes, wie Stolz befand: „Baden-Württemberg bezieht seine wirtschaftliche Kraft aus dem Mittelstand. Hier werden Arbeitsplätze geschaffen.“ Das eigentliche Erfolgsgeheimnis verriet Prost mit einem Augenzwinkern zum Schluss: „Wir sind ein schwäbisches Unternehmen unter bayerischer Führung.“ Und die Ministerin gab am Rande zu, dass sie den Ölwechsel an ihrem privaten Auto lieber von ihren Jungen daheim erledigen lasse.
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