Wie in der Premierensaison 2008 gehen auch 2010 Franz Engstler (rechts) und Andrei Romanov an den Start in der Tourenwagen-WM. Peter Baumann, (Mitte) Marketingleiter bei LIQUI MOLY, drückt ihnen die Daumen.
• Das LIQUI MOLY Team Engstler startet mit den Fahrern Franz Engstler und Andrei Romanov in die am Wochenende beginnende Saison zur Tourenwagen-Weltmeisterschaft
• Franz Engstler trotz gesundheitlicher Probleme am Start
• Diskussion um möglichen Rückzug verschiedener Teams
Ulm / Wiggensbach; 05. März 2010 – Am kommenden Wochenende startet das LIQUI MOLY Team Engstler im brasilianischen Curitiba in seine dritte Saison in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Das neue Fahrergespann besteht aus zwei alten Bekannten: Teamchef Franz Engstler, der von den Ärzten grünes Licht für einen WM-Start erhalten hat und Andrei Romanov aus Russland. Dieser war bereits in der Premierensaison für das Allgäuer Team ins Rennen gegangen. Gleichzeitig gibt es in der Rennserie Ärger, der diverse Rennställe, darunter das Engstler-Team, auf die Barrikaden treibt.
Der Startschuss für die Saison 2010 fällt in Brasilien im „Autódromo Internacional de Curitiba“, zum fünften Mal Austragungsort der FIA World Touring Car Championship (WTCC). Auf dem 3,7 Kilometer langen Kurs brennt nicht nur die Sonne über dem Asphalt, auch die Fans gelten als heißblütig und begeisterungsvoll.
Ärger bei den Rennteams
Aufgeheizt ist auch die Atmosphäre in der WTCC. Erstmals sollen Seat Leon TDI in der Privatfahrer-Wertung eingesetzt werden. Das schmeckt vor allem den deutschen Privatteams überhaupt nicht. Die erhitzten Gemüter will Chef-Promoter Marcello Lotti bei einem Gespräch in Curitiba abkühlen. „Für uns ist solch ein Gespräch überhaupt kein Thema. Wir haben bei der BMW-Sportpokalverleihung Anfang Dezember in München von Lotti vor Zeugen bestätigt bekommen, dass kein Privatfahrer mit einem Seat Leon TDI an der Independence Trophy teilnehmen darf“, schimpft Kurt Treml, Manager des LIQUI MOLY Team Engstler. Auch bei den Werkteams von BMW und Chevrolet ist Ärger angesagt, weil Seat anscheinend offiziell kein Werkteam gemeldet hat, sich die Einschreibegebühr spart und dieses Geld in die Unterstützung der Privatfahrer zu stecken scheint, die praktisch eine Werkteam ähnliche Unterstützung bekommen. Für viele riecht es nach Wettbewerbsverzerrung, weshalb einige Teams mit dem Ausstieg aus der Rennserie drohen. „Das sind Sorgen, die wir uns gerne erspart hätten“, sagt Peter Baumann, Marketingleiter beim Hauptsponsor LIQUI MOLY.
Grünes Licht für Franz Engstler
Sorgen um seinen WM-Start muss sich Franz Engstler indes nicht machen, wenngleich er immer noch an den Folgen des schweren Unfalls laboriert, der sich im letzten Rennen der vergangenen Saison ereignet hatte. Trotz diverser Notoperationen bereitet der linke Arm, der zeitweise ohne Gefühl war, noch Probleme. Dank intensiver Arbeit an Fitness und Kräftigung hat der 48-Jährige von den Ärzten grünes Licht erhalten.
Ziel ungewiss
Eigentlich war der Gewinn der Independence Trophy das Ziel für die neue Saison. Dank der aktuellen Wirren zwischen Veranstalter und Teams ist Abwarten beim LIQUI MOLY Team Engstler angesagt. Sportlich will man noch eines draufsetzen, aber schlussendlich muss zuerst Klarheit geschaffen werden, was das Starterfeld und das Reglement angeht. Für Spannung ist gesorgt, wenn auch mehr abseits der Strecke.
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Tobias Göbbel
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Alte Bekannte bei vielen Unbekannten - Presseinformation zum Start der neuen Saison in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft - (WTCC_Start_2010.doc | 140 KB)
Wie in der Premierensaison 2008 gehen auch 2010 Franz Engstler (rechts) und Andrei Romanov an den Start in der Tourenwagen-WM. Peter Baumann, (Mitte) Marketingleiter bei LIQUI MOLY, drückt ihnen die Daumen. - Bild zum Download - (engstler_nstein.jpg | 287,8 KB)
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