Nicht einmal ganz sechs Monate nach der Inbetriebnahme eines Ölabfüllwerkes durch einen Partner in China, wurde am 19. November in Shanghai, im dortigen „German Center“, durch den geschäftsführenden Inhaber Ernst Prost und den bayerischen Finanzminister Kurt Faltlhauser eine ständige LIQUI MOLY-Repräsentanz eröffnet.
Der explosionsartig wachsende Markt bietet auch für LIQUI MOLY Wachstumschancen in einer Dimension, die für europäische Verhältnisse unvorstellbar ist. Der Fahrzeugbestand wächst alleine in Shanghai um 600 Neuzulassungen pro Tag (!).
Um den dortigen Markt schnell und flexibel bearbeiten zu können ist es nötig ständig vor Ort zu sein um Geschäftsverbindungen knüpfen zu können. Wichtig sind dabei Kontakte zu Behörden, zu Werkstätten, Flottenbetreibern und natürlich zur Automobilindustrie.
Um ein enges Verhältnis mit den Entscheidern aufbauen und auch pflegen zu können wurde mit Dong Cheng eigens ein Chinese eingestellt, der in Tübingen studiert hat und bereits über die nötigen Kontakte verfügt.
Dong Cheng wird das Büro im „German Center“ leiten und die vorhandene Infrastruktur des 33.000-Quadratmeter-Komplexes für den Ausbau des China-Geschäftes nutzen. Hilfreich sind auch die bestehenden engen Verbindungen zum deutschen Generalkonsulat, zur deutschen Botschaft in Peking und zur deutschen und europäischen Handelskammer.
Wichtig ist jedoch, dass LIQUI MOLY in China nur für den asiatischen Markt produziert und es keinesfalls geplant ist, die inländische Produktion nach China zu verlagern. Vor Ort sollen demnach weiterhin auch in Zukunft nur einfache Öle für den asiatischen Markt produziert werden. Premiumöle und aufwändig herzustellende Additive und Fahrzeugchemie wird auch in Zukunft „Made in Germany“ bleiben.
Die Eröffnung des Büros ist ein weiterer Schritt, um Absatzmöglichkeiten für die High-Tech-Produkte aus Ulm zu schaffen, was letztlich auch Arbeitsplätze im Inland sichert. Um die neuen Aufgaben stemmen zu können wurden im laufenden Jahr zwölf Mitarbeiter eingestellt plus zusätzlich vier Auszubildenden – darunter eine junge, in Deutschland geborene Chinesin.