Die Verbindung des Ulmer Motorenöl- und Additiv-Spezialisten LIQUI MOLY mit der schwäbischen Rennfahr-Familie besteht nun bereits seit 30 Jahren. Gut 20 Jahre nach dem Tod seines Vaters Manfred Winkelhock steht Markus Winkelhock vor dem Durchbruch zu einer internationalen Karriere und wieder mit dabei – LIQUI MOLY.
Es war eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit, die im August 1985 mit einem tragischen Unfall bei einem Lauf zur Sportwagen-WM im kanadischen Mosport abrupt endete. Manfred Winkelhock, der während seiner gesamten Karriere vom Ulmer Unternehmen LIQUI MOYL gefördert und unterstützt wurde, verlor bei diesem Unfall sein Leben. Zu diesem Zeitpunkte gehörte er zu den weltweit bekanntesten Rennfahrern, war erfolgreicher Sportwagen- und etablierter Formel-1-Pilot. Begonnen hat er seine Karriere als Newcomer im Renault-5-Markenpokal. Dort wurde der damalige LIQUI MOLY-Geschäftsführer, Rudolf Henle, auf das schwäbische Talent aufmerksam und kümmerte sich fortan um dessen Karriere. Frühzeitig hatte Henle erkannt, welche positiven Effekte die Präsenz seines Markennamens im Motorsport für den Abverkauf seiner Produkte hat. Erfolge im Touren- und Sportwagen-Rennsport ebneten Manfred Winkelhock den Weg in die Formel 1. Trotz zum Teil unterklassigem Material überzeugte der Waiblinger durch spektakuläre Aktionen. Als er tragisches Opfer seiner Leidenschaft wurde, hinterließ er neben seiner Ehefrau Martina eine Tochter und einen Sohn. Diesem hat er nicht nur den berühmten Namen, sondern auch alle Rennfahrer-Gene vererbt. Markus Winkelhock ist heute 25 Jahre alt und bewegt sich schon seit einigen Jahren erfolgreich in den Fußstapfen seines Vaters. Der ganz große Durchbruch könnte ihm jetzt Anfang Dezember im spanischen Jerez de la Frontera gelingen. Beim Formel-1-Team Midland, welches aus dem früheren Jordan-Team hervorging, ist man auf das Talent aufmerksam geworden. Gemeinsam mit dem langjährigen Jordan-Sponsor LIQUI MOLY wurde dort die Idee geboren, Markus Winkelhock einen Formel-1-Test zu ermöglichen.
Markus hat in den vergangenen Jahren erfolgreich verschiedene Formel-Rennsport-Kategorien bestritten. Über Formel König, Formel Renault und die Formel 3 führte seine Karriere 2004 zu einem Engagement im Mercedes-Benz-Werksteam in der DTM. Seine Leidenschaft für Monoposto-Rennautos führte ihn 2005 in die World Series by Renault, wo er nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einem furiosen Saisonfinale den dritten Schlussrang erreichen konnte. Sein Ziel ist es nun, bei den Testfahrten im Dezember zu überzeugen und einen begehrten Testfahrerjob in der Formel 1 zu erhalten. „Ich bin überglücklich, diese großartige Chance zu erhalten und ich werde alles dafür tun, um die Verantwortlichen beim Team Midland-F-1 und auch meine Sponsoren zu überzeugen“, so der 25-jährige Waiblinger. „20 Jahre nach meinem Vater habe ich jetzt die Gelegenheit, Formel-1 zu fahren und dies auch noch mit einem Sponsor wie LIQUI MOLY, der bereits meinen Vater über viele Jahre unterstützt hat.“
Auch bei LIQUI MOLY ist man zufrieden über die langjährigen Kontakte zum Jordan/Midland-Team diese Chance für Markus zu ermöglichen. LIQUI MOLY-Marketingchef Peter Baumann: „Ich war mit Manfred Winkelhock befreundet und bin es heute noch mit seinem Bruder Joachim, den wir ebenfalls über viele Jahre hinweg unterstützt haben. Markus habe ich das erste Mal als Baby gesehen und es ist für mich mit unglaublich vielen Gefühlen verbunden, ihn nun, 20 Jahre später, mit dem LIQUI MOLY-Logo auf der Brust Formel-1 fahren zu sehen.“
Die Stunde der Wahrheit steht für Markus Winkelhock kurz bevor. Vom 9. bis 11. Dezember 2005 finden in Südspanien offizielle FIA-Formel-1-Testfahrten statt, an denen alle Formel-1-Teams teilnehmen. Er hat also bereits bei seinem ersten Auftritt die Möglichkeit, sich mit den Großen dieser Zunft zu messen und dabei zu überzeugen. Bei LIQUI MOLY denkt man im Übrigen darüber nach, die langjährige Zusammenarbeit mit dem Formel-1-Team Jordan auch auf die Nachfolgeorganisation Midland zu übertragen. Derzeit wird über eine Sponsoring-Vereinbarung für die kommende Saison 2006 verhandelt. Nicht unmöglich, dass der Ausgang der Testfahrten von Markus Winkelhock auf diese Verhandlungen maßgeblich Einfluss hat.